Ein neues Angebot ist das Seminar 12 Geh-Zeiten. Entwickelt von Adolf Pfeiffer wird in diesem Seminar der Weg der eigenen Trauer nachgemalt und die gesamte Veranstaltung ist für Videokonferenzen optimiert.

Seminarbeschreibung

Trauer ist eine Zeit des Lebens, und es hilft uns in unserer Trauer, wenn wir sie annehmen als zum Leben gehörend. Das Ziel in der Trauerarbeit ist es, die eigene Trauer anzunehmen und mit dem guten Gefühl die Trauer und die Liebe an den/die Verstorbene zu behalten, trotzdem mit offenem Herzen in das Leben ohne den Verstorbenen zu gehen.

Das Seminar ist untergliedert in zwölf Geh-zeiten.
Die Gezeiten - Ebbe und Flut - symbolisieren das Auf und Ab wie viele es in der Trauer erleben. Darin liegt aber auch etwas Tröstliches und Hoffnungsvolles, denn einer Zeit der Ebbe folgt eine Zeit der Flut, wie Nacht und Tag sich ablösen.

Gleichzeitig fordert das Wort Geh-zeiten uns auf, durch die Zeiten zu gehen, denn wir sind der Trauer nicht einfach ausgeliefert, wir können selbst etwas tun, um von der Nacht in den Tag zu kommen.

Geh-zeit 1:      Ich schaue zurück auf die gemeinsame Zeit mit dem Menschen, den ich liebe – Zeit der Erinnerung

Geh-zeit 2:      Die Zeit der Bedrohung des Lebens meines geliebten Menschen

Geh-zeit 3:      Die Sterbestunde - Mein geliebter Mensch lebt nicht mehr, er ist tot. 

Geh-zeit 4:      "Das kann doch nicht wahr sein" - Wie ich die Zeit zwischen Sterbestunde und Bestattung erlebte.

Geh-zeit 5:      "Wie habe ich das durchgestanden" - die Bestattung, Abschied und Anteilnahme

Geh-zeit 6:      "Langsam wird mir bewusst, was wirklich geschehen ist" - Der erste Monat nach der Bestattung

Geh-zeit 7:      "Meine Gefühle brechen auf" - Wie ich mich in den Zeiten Trauer erlebe

Geh-zeit 8:      "Ich beginne meinen geliebten Menschen loszulassen" - Die Zeit des Abschiednehmens

Geh-zeit 9:      "Nichts ist mehr wie zuvor" - eine Zeit, in der ich meine Beziehungen neu gestalte

Geh-zeit 10:    "Ich verändere mich" - Eine Zeit, in der ich mich selber neu kennen lerne

Geh-zeit 11:    "Wie bin ich doch durch ihn und seine Zeit des Lebens mit mir beschenkt worden" - Zeit der Dankbarkeit und neuer Liebe zu ihm

Geh-zeit 12:    "Was kommt noch alles auf mich zu" - Die Zeit, in der ich mein Leben neu gestalten kann.

 

Das Angebot richtet sich an Trauernde Menschen, unabhängig davon, wie lange der Verlust zurück liegt. 
Ebenso unabhängig davon ist es, welche Art der Verlust war. Denn die persönlichen Applikationen entstehen bei den Teilnehmern im Kopf
und jeder kann aus diesen Themen das herausnehmen, was dem eigenen Status entspricht.

Das Angebot der Trauerwanderungen führen wir seit 2015 regelmäßig durch.
Dieses Angebot ist nun ganz neu so umgestaltet, dass wir zu jeder Zeit die aktuellen Hygienevorschriften einhalten.

Die Trauerwanderungen verstehen sich als abgeschlossene Veranstaltung im Sinne der inneren Einkehr und um die eigenen Verlustängste und Reaktionen erkennen und einschätzen zu lernen.
Unser Ziel ist es im Laufe des gemeinsamen Weges aufzuzeigen, dass ein aktives Trauern auch parallel mit dem weiteren aktiven Leben zusammen gehen kann.

Dadurch werden kurze Strecken gegangen und während verschiedenen Stationen Texte, Gedichte und Gedanken für das limbische System vorgetragen.
Als Trauerwanderung mit Texten und Imaginationen speziell für Trauernde und als Gefühlswanderung für Menschen, die einfach einmal innehalten wollen und ihr Leben reflektieren.

 

An wen richtet sich das Angebot?

An alle Trauernden, egal wie lange der Verlust zurückliegt und wer gestorben ist. Aber auch an Menschen, die an Scheidepunkten ihres Lebens stehen und ihre weitere Entwicklung oder Entscheidung neu betrachten möchten.

 

Warum diese Auszeiten?

Schon seit der Steinzeit fühlen sich die Menschen in der Natur geborgen und beschützt. Um den Kopf frei zu bekommen, gibt es nichts besseres, als ein Wandern durch frische Luft.

Inmitten alter Baumbestände und junger Triebe erleben sie am natürlichen Beispiel, daß jedes Leben ein Kreislauf ist.

Erwandern sie mit uns Windbruchflächen, übersät mit neuen Bäumen und Gewächsen. Bewundern sie mit uns steinalte Bäume mit lange verheilten Wunden und frischem Grün an den Ästen.

Entdecken sie Bäume, denen ganze Hälften durch tragische Entwicklungen fortgerissen wurden und die an ihrer gesunden Seite aber wieder umso mehr austreiben.

Die Natur ist unser bester Lehrmeister, geben sie Ihr eine Chance uns neue Wege zu zeigen.

Unsere ´Wege der Trauer´ sollen Ihnen neue Wege aufzeigen, und sie sollen sie mit ihrem Schicksal versöhnen.
In Zusammenarbeit mit dem Nationalparkamt haben wir verschiedene Routen geprüft und festgelegt.

Die Strecken sind gut zu gehen und etwa 3 - 5 km lang. 
Je nach Jahreszeit und naturbedingten Einschränkungen werden die entsprechenden Routen ausgewählt.

Termine werden flexibel mit den interessierten Trauernden festgelegt.

Die Wege bestehen aus kurzen Wegstücken mit Pausen an markanten Stellen. Hier werden wir durch Geschichten, Meditationen, Imaginationen oder auch nur Ruhezeiten zur inneren Ruhe kommen, und jeder kann für sich seine Lebenssituation einordnen.

Neben den Trauerbegleitern stehen Ihnen während der Wanderung auch ein zertifizierter Natur- und Landschaftsführer zur Betreuung und für Fragen bereit.